Alofisel, eine allogene MSC-Therapie, hat FDA-Zulassung für perianale Morbus-Crohn-Fisteln, nicht aber für Arthrose. In der EU erhielt ein Plazenta-MSC-Produkt ATMP-Zulassung für Kniearthrose (bedingt, mit post-Marketing-Überwachung), was einen regulatorischen Meilenstein darstellt. Die meisten Kniearthrose-Zelltherapien bleiben investigativ oder sind im Rahmen nationaler Kulanzbestimmungen zugelassen. Zulassungswege entwickeln sich, doch regulatorische Anerkennung der Wirksamkeit ist noch nicht universell.
Kniearthrose (OA) ist durch progressive Degeneration des Gelenkknorpels, des darunter liegenden Knochens und des Synovialgewebes gekennzeichnet und führt zu Schmerzen, Steifheit und verminderter Mobilität. Stammzellansätze nutzen die regenerative Kapazität von mesenchymalen Stammzellen (MSCs) aus Plazentagewebe, die sich in Chondrozyten (Knorpelzellen) differenzieren und entzündungshemmende Zytokine ausschütten. Chondrozyten aus Spenderknorpel ermöglichen direkten Knorpelersatz. Exosomen von Stammzellen transportieren Wachstumsfaktoren in den Gelenkraum und können möglicherweise entzündliche Kaskaden unterbrechen und körpereigene Reparaturmechanismen stimulieren. Die therapeutische Hypothese ist zweifach: strukturelle Regeneration des geschädigten Knorpels und immunologische Auflösung der Synovialgelenkentzündung, die Schmerzen verursacht. Einhundertsechsundsechzig registrierte Studien weltweit zeigen intensives kommerzielles und wissenschaftliches Interesse. Sechzehn Studien rekrutieren derzeit aktiv neue Teilnehmer und deuten auf eine schnelle Ausweitung der Behandlungskapazität hin.
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Medizinisch geprüft vom Redaktionsteam von StemCellAtlas zusammen mit Dr Tymur Lukyanenko (Orthopaedic Traumatologist · 20+ yrs clinical, 15+ yrs cell therapy) der Partnerklinik Stem Plus (Sofia), gemäß ISSCR-, FDA- und EMA-Leitlinien. Educational information, not medical advice; figures indicative.
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