Erektile Dysfunktion (ED) ist die Unfähigkeit, eine für befriedigende sexuelle Funktionen ausreichende Erektion zu erreichen oder zu halten. Ursachen sind Gefäßerkrankungen, hormonelle Störungen, neurologische Zustände oder psychische Faktoren. Die Behandlung zielt darauf ab, die sexuelle Funktion wiederherzustellen und die Lebensqualität zu verbessern.
Erste Behandlungslinie sind Oral-Medikamente: Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (PDE-5): Sildenafil (Viagra), Tadalafil (Cialis), Vardenafil (Levitra) und Avanafil (Spedra). Diese verbessern die Blutdurchblutung des Penis und sind bei 60–80% der Männer wirksam; sie erfordern sexuelle Stimulation. Tadalafil mit längerer Halbwertszeit (36 Stunden) eignet sich für tägliche oder bedarfsweise Einnahme. Testosteronersatztherapie verbessert ED, wenn Hypogonadismus die zugrunde liegende Ursache ist; Therapien umfassen Gele, Injektionen oder Pflaster. Für Männer, die nicht auf PDE-5-Inhibitoren ansprechen, kann Alprostadil (Prostaglandin-Analogon) selbst injiziert oder als urethrales Suppositorium verabreicht werden; die Wirksamkeit ist gut, aber Nebenwirkungen (Schmerzen, systemische Effekte) begrenzen die Anwendung. Penile Vakuumgeräte (Penisringe) sind mechanisch, nicht invasiv und wirksam bei korrekter Anwendung. Psychosexuelle Beratung adressiert Leistungsangst und Beziehungsfaktoren. Gefäßchirurgie ist selten, wird aber bei ausgewählten jungen Männern mit arterieller Insuffizienz erwogen.
Pflanzliche Supplements (Ginseng, Bockshornklee, L-Arginin) sind beliebt; die Evidenz ist moderat und gemischt. Akupunktur wird in der Traditionellen Medizin mit begrenzter klinischer Unterstützung eingesetzt. Stoßwellentherapie (Low-Intensity Extracorporeal Shock-Wave Therapy, LiESWT) zeigt entstehende Evidenz für die Verbesserung der Gefäßfunktion und wird off-label eingesetzt; mehrere Studien sind laufend. Topische Lokalanästhetika oder desensibilisierende Produkte reduzieren die Empfindung und können bei vorzeitiger Ejakulation hilfreich sein. Beckenbodenmuskulaturtraining (Kegel-Übungen) verbessert die Erektionsfunktion und ejakulatorische Kontrolle bei konsequenter Ausführung.
Regenerative Ansätze, insbesondere Stammzell- und Thrombozytenreiches-Plasma-(PRP-)Therapien, werden für ED untersucht. Intracavernösale Injection von Knochenmarks- oder Fettgewebs-abgeleiteten mesenchymalen Stammzellen kann die Gefäß- und neurologische Funktion wiederherstellen, Fibrose reduzieren und den Blutfluss verbessern. PRP-Injektionen in das Corpus cavernosum entstehen und zielen darauf ab, die Gewebereparatur zu stimulieren. Diese Therapien bleiben Forschungsgegenstand mit begrenzten großen Studien. Kandidaten sind typischerweise Männer mit vaskulärer ED, die nicht angemessen auf PDE-5-Inhibitoren ansprechen. Weitere Informationen unter regenerative ED-Optionen und Bewertungskriterien.
| Option | Type | Evidenz | Indicative cost | Invasiveness | Recovery |
|---|---|---|---|---|---|
| Sildenafil (Viagra) oder Tadalafil (Cialis) | Standard | Stark | €3–8 pro Dosis | Niedrig | Keine; Wirkung 30 Min.–36 Std. |
| Testosteronersatztherapie | Standard | Moderat | €50–150/Monat | Niedrig | Laufend; Wirkung 4–12 Wochen |
| Alprostadil (Injection oder Suppositorium) | Standard | Stark | €10–20 pro Dosis | Mittel | Keine; Wirkung 30–60 Min. |
| Peniles Vakuumgerät | Standard | Stark | €150–400 einmalig | Niedrig | Keine; wiederverwendbar |
| Psychosexuelle Beratung | Standard | Moderat | €80–150 pro Sitzung | Niedrig | Laufend; 8–12 Wochen Nutzen |
| Low-Intensity Stoßwellentherapie (LiESWT) | Alternative | Moderat | €300–800 pro Kurs | Niedrig | Keine; mehrere Sitzungen |
| Pflanzliche Supplements (Ginseng, L-Arginin) | Alternative | Begrenzt | €20–50/Monat | Niedrig | Laufend; 4–8 Wochen Versuch |
| Stammzell- oder PRP-intracavernösale Therapie | Regenerative | Forschungsgegenstand | €3.000–12.000 | Mittel | Wenige Tage; klinische Studien laufend |
PDE-5-Inhibitoren entspannen die glatte Muskulatur in den Blutgefäßen des Penis und verbessern den Blutfluss. Sie wirken nur während sexueller Stimulation – sie verursachen keine spontanen Erektionen. Die Wirksamkeit hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab; sie wirken am besten bei vaskulärer oder gemischter ED, weniger gut bei rein psychischer oder neurologischer ED.
Nein. Testosterontherapie hilft nur, wenn Ihr Bluttestosteronspiegel wirklich niedrig ist (Hypogonadismus). Wenn die Spiegel normal sind, bringt eine Supplementierung keinen Nutzen und birgt Risiken (Prostataeffekte, kardiovaskuläre Veränderungen). Ein Testosterontest ist vor Beginn der Therapie erforderlich.
Häufige milde Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, Verdauungsstörungen und Nasenverstopfung. Sehveränderungen (blauer Farbton) sind selten. Schwerwiegende Kontraindikationen sind gleichzeitige Nitratanwendung (schwerer Blutdruckabfall) und unkontrollierte Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besprechen Sie Kontraindikationen und Nebenwirkungen mit Ihrem Arzt.
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Educational overview of treatment options; not medical advice. Standard treatments reflect mainstream guidance; regenerative/stem-cell uses are largely investigational. Reviewed by the StemCellAtlas editorial team.
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